Berufungsausschüsse

Eine Berufungskommission ist ein Gremium an Hochschulen, das über die Besetzung von Professuren entscheidet. Sie besteht aus ProfessorInnen, der Vertretung der Mitarbeitenden und Frauenbeauftragten. Auch Studierende sind beteiligt: In der Regel nehmen zwei studentische Vertreter teil, von denen einer stimmberechtigt ist. So wird sichergestellt, dass die Perspektive der Studierenden im Auswahlprozess berücksichtigt wird.

Der Ablauf einer Berufung erstreckt sich meist über mehrere Monate und umfasst verschiedene Schritte. Von der Erstellung der Stellenausschreibung über die Sichtung der Bewerbungen bis hin zu Probevorträgen und Gesprächen mit den KandidatInnen. Dabei spielen nicht nur wissenschaftliche Leistungen eine Rolle, sondern auch die Qualität der Lehre und die Fähigkeit, Inhalte verständlich zu vermitteln. Gerade hier bringen wir Studierende eine wichtige Sichtweise ein.

Die Kommission bewertet die KandidatInnen, erstellt ein Ranking und spricht schließlich eine Empfehlung aus, auf deren Grundlage die endgültige Entscheidung getroffen wird.

Warum ist das wichtig?
Die Arbeit der Berufungskommission hat großen Einfluss auf die Qualität von Forschung und Lehre an einer Hochschule. Durch die Beteiligung von Studierenden wird sichergestellt, dass nicht nur fachliche Exzellenz zählt, sondern auch gute Lehre und ein angemessener Umgang mit Studierenden. Dadurch trägt die Kommission direkt dazu bei, die Studienbedingungen langfristig zu verbessern.